Eingangsstufe

In die Eingangsstufe können bereits Fünfjährige eingeschult werden. Der Vorteil liegt darin, dass viele Kinder sich in dem Alter bereits für Schrift und Zahlen interessieren (siehe auch: Wer war Maria Montessori?) und ihnen das Lernen leicht fällt. Sollten bei einem Kind Entwicklungsverzögerungen vorliegen, kann bereits vor dem Beginn der eigentlichen Schulzeit mit einer gezielten Förderung begonnen werden.

In der Eingangsstufe mischen sich schulische mit vorschulischen, spielerischen Inhalten. Große Aufmerksamkeit liegt auf dem Anbahnen schulischer Fertigkeiten: der Vorbereitung der so genannten „Schreibhand“, der Entwicklung eines Verständnisses für Form (Vorläufer für die Geometrie sowie für Buchstaben- und Zahlenkenntnis) und Menge (Vorläufer für die Entwicklungen eines Zahlenverständnisses). In diesem Zusammenhang kommt das Montessori – Material zum Einsatz.

Während des Psychomotorik – Unterrichts wird die Körperwahrnehmung geschult. Eine gesicherte Körperwahrnehmung und vom Körper ausgehende Orientierung – man spricht auch von „Körperschema“ - ist die Grundlage für das Erkennen von oben und unten, rechts und links sowie der Richtung. Diese Fähigkeiten benötigen die Kinder beim Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens.

Die Sinneswahrnehmung der Kinder wird mit dem Montessori – Sinnesmaterial geschult. Die Sensibilisierung für die Silbenstruktur von Sprache wird mit dem Würzburger Programm „Hören, Lauschen, Lernen“ (Petra Küspert) angebahnt. Damit verfügen die Kinder über gute Voraussetzungen, um die Schriftsprache leicht und sicher erlernen zu können.

Die Eingangsstufe ist jahrgangsübergreifend auf zwei Jahre angelegt, nach denen die Unterrichtsinhalte der ersten Klasse sicher beherrscht werden sollen. Bei schnellem Lernzuwachs durchläuft ein Kind die Eingangsstufe in einem Jahr. Kinder mit Entwicklungsverzögerungen können bis zu drei Jahre in der Eingangsstufe verbleiben.